Wie heizt Hockenheim zukünftig klimaneutral ?

Die Klimainitiative Hockenheim hat sich beim erste Klima Dialog in diesem Jahr mit dem Thema Wärme aus erneuerbaren Energien befasst. Trotz des frühen Zeitpunkt am 05.01. waren einige Teilnehmer Online zusammen gekommen. Der Solardrom Vorsitzende Michael Schöllkopf begrüßte die Teilnehmer und begann mit einer kurzen Einführung zum Thema und übergab dann an die beiden Vertreter der Stadtverwaltung, Klimamanagerin Frederike Reitze und Stefanie Simonis vom Bauamt. Sie erläuterten den aktuellen Sachstand zur kommunalen Wärmeplanung, erklärten kurz was alles dahinter steckt und welche Aufgaben da noch auf die Stadt zukommen

Welche Wärmequellen machen in Hockenheim Sinn ?

Weiter ging es dann mit dem Thema „Welche Wärmequellen machen in Hockenheim Sinn?“ Die Teilnehmer brachten dazu einige Schwerpunkte ins Gespräch die diskutiert und abgewogen wurden. Martin Trinler berichtete von seinen Erfahrungen mit einer Solarthermie Anlage auf seinem Haus, ein klassischer Altbau der im laufe der Jahre modernisiert wurde. Die Teilnehmer waren sich einig, dass es bei Neubauten absolut Sinn macht auf Fossile Brennstoffe zu verzichten und komplett erneuerbar zu heizen. Bei den überwiegend vorhandenen Altbauten ist das ganze schon nicht mehr so leicht umsetzbar, bzw. nur mit einem Verhältnismäßig hohem finanziellen Aufwand verbunden. Viele Leute können sich das aber einfach nicht leisten, trotz üppiger Förderungen. Ein grundlegendes Dilemma, aus dem es schwer ist auszubrechen.

Neben den Themen wie Nahwärme- und Kältenetze oder Wärme aus Abwasser, wurde auch über Geothermie und Wärmepumpen gesprochen. Uwe Heidenreich ergänzte hier mit seinem Wissen über die Möglichkeit der Nutzung der Oberflächen nahen Wärme und sprach sich für die Nutzung von sogenannten Quartiers Lösungen aus, die deutlich einfacher umzusetzen und zu planen sind.

Brückentechnologie Gas – eine Mogelpackung ?

Auch das Thema Gas als sogenannte Brückentechnologie wurde kritisch diskutiert, gerade weil Gas alles andere als klimafreundlich ist und gerne auch als politisches Druckmittel verwendet wird, was dann erheblichen Einfluss auf die Energiepreise mit sich bringt. Adolf Härdle verwies gerade bei diesem Thema auf die aktuelle Problematik der Gaspreise die sich enorm auf das Geschäft und die Preise der Stadtwerke Hockenheim und deren Kunden auswirkt. Dem Thema konnte sich auch Michael Nowag von der befreundeten Initiative „Ökostromer Dossenheim“ anschliessen, die ähnliche Themen ebenfalls schon diskutiert hatten.

Zu einer grundlegenden Lösung der Eingangsfrage, ist man abschließend nicht gekommen, dazu ist das Thema zu komplex. Es hat sich aber gezeigt das noch erheblicher Informationsbedarf dafür besteht und das es andere Lösungen als die derzeitig am Markt üblichen Angebote bedarf.

Als weiterer Knackpunkt stellt sich auch die Problematik realer Entscheidungsprozesse heraus, wie schafft man als Entscheidungsträger das Spagat zwischen notwendigen und zeitnahen Klimaschutz Massnahmen sowie leeren Haushaltskassen.

Wie gehen wir dieses Generationsübergreifende und Existentielle Problem an?

Diese Frage sollten konstruktiv diskutiert werden.

Weitere Infos und Kontakt finden sie unter www.hockenheim-klimaneutral.de oder abonnieren sie den Newsletter von www.solardrom.info.